Somalia Hilfsprojekt

Meine Reise nach Somalia

Flüchtlingscamp

Reise in eine andere Welt

Von Haar bei München nach Somalia

(Quelle SOS Kinderdorf: Redakteur Richard Knoll)

Gerhard Trappendreher reiste in das vom Bürgerkrieg zerrüttete Somalia. Seine Erlebnisse hat er in einen Film zusammengefasst, den er zugunsten der SOS-Arbeit in Mogadischu zeigt.

„Du bist ja verrückt. Das ist doch viel zu gefährlich.“ Das hörte Gerhard Trappendreher immer wieder, wenn er davon erzählte, dass er nach Somalia reisen möchte. Der 42-Jährige verstand nur zu gut, was seine Freunde und Bekannten meinten. Immerhin hatte er sich fast sieben Jahre intensiv mit Somalia beschäftigt und wusste genau um die Risiken, denen er sich bei einer Reise in das vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerrütteten Land aussetzt. Aber es gab für ihn noch eine weitere Gewissheit: „Mir war klar, ich muss einfach da hin. Ich wollte diese andere Welt kennen lernen, die so ganz anders als unsere ist.“ erzählt Gerhard Trappendreher.  Ob er Angst hatte? „Nein, ich hatte diesen inneren Drang und mein Vertrauen in Gott. Sonst hätte ich es nicht gemacht.“

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Endlich in Frieden leben

Bevor Gerhard Trappendreher nach Somalia aufbrach, hatte ihm noch eine Bekannte den Kontakt zu ihrem Bruder vermittelt, der in Mogadischu lebt. Bei dessen Familie verbrachte er seinen zweiwöchigen Aufenthalt. Die Familie kümmerte sich fürsorglich um den Europäer und ermöglichte ihm, das zu tun, was er sich vorgenommen hatte. Zuhause in Deutschland hatte sich Gerhard Trappendreher drei Dinge besonders gewünscht, die er in Mogadischu erleben möchte: Ein Ausflug an den Strand, die Besichtigung einer Kathedrale und den Besuch eines Flüchtlingslagers. Seine Gastfamilie erfüllte ihm alle diese Wünsche. Der Aufenthalt im Flüchtlingslager war für ihn einer der schönsten Momente der Reise: „Ich hatte meine Trommel dabei und habe gemeinsam mit den Kindern dort gespielt. Das war sehr berührend.“ Für Gerhard Trappendreher war sein Besuch in Somalia eine Herzensangelegenheit. „Ich habe auf meiner Reise nur wunderbare Menschen kennen gelernt, die sich nichts sehnlicher wünschen, dass dieser Wahnsinn aufhört und sie endlich in Frieden leben können.“

The End of the beginning

Filmvorführung zugunsten der SOS-Kinderdörfer in Somalia

Gerhard Trappendreher hat viele der Eindrücke mit seiner Handy-Kamera festgehalten. Zuhause beschloss er, daraus einen Film zu schneiden. Gut ein halbes Jahr arbeitete er daran. Weil er zwischenzeitlich von vielen Menschen auf seine Reise angesprochen wurde, wollte er den Film in einem größeren Rahmen zeigen. Die erste Vorführung von „The End Of The Beginning“ fand im Bürgerzentrum seines Heimatortes Haar bei München statt. Der Abend sollte zudem einem guten Zweck dienen. Gerhard Trappendrehers bat die Besucher um Spenden, die direkt den Menschen in Mogadischu zugutekommen. Hierbei entschied er sich für die SOS-Kinderdörfer in Somalia, die seit Mitte der 1980er Jahre als Hilfsorganisation ununterbrochen in dem Bürgerkriegsland aktiv sind.

Hilfe für Somalia

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Langfristiges Engagement für Kinder in Not in einem zerrütteten Land. Die Nachrichten über Somalia waren über die letzten Jahre äußerst negativ. Eine große Hoffnungslosigkeit hatte sich breit gemacht. Somalia galt und gilt noch als typischer gescheiterter Staat, als „failed state“, in dem keine Gesetze gelten, die Infrastruktur zerstört ist und die Menschen schutzlos um das tägliche Überleben kämpfen müssen. Ganz langsam jedoch weicht die Verzweiflung einem zarten Hoffnungsschimmer. Kleine Verbesserungen der Situation und eine stabilere Lage lassen die Somalier neuen Mut schöpfen. Kleine aber wichtige, positive Nachrichten gelangen aus dem Land in die Welt: So hat in Mogadischu nach langer Zeit die erste Bank ihre Tore geöffnet. Hoffnung keimt auf und überträgt sich auf die Bevölkerung.

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Das SOS-Kinderdorf Mogadischu mit seinen 120 Kindern wurde während der Kämpfe in der Hauptstadt evakuiert. Niemand wusste, wie es weitergehen sollte. Lange Zeit war für die Verantwortlichen noch nicht einmal eine Planung für den nächsten Tag möglich, ganz zu Schweigen von Wochen oder Monaten. Dank der großen Geduld, starkem Willen und der Fähigkeit sich den widrigen Umständen anzupassen, gelang es dem Team um dem SOS-Dorfleiter Osman Shukri jedoch, seine Schützlinge ohne Schaden durch diese harten Zeiten zu bringen. Eine erstaunliche Leistung angesichts der riesigen, kaum vorstellbaren existentiellen Probleme. Getreu ihrem Motto, dass eine gute Schulbildung die Grundlage für ein besseres Leben ist, setzten Shukri und sein Team alles daran, dass die Kinder lernen durften und zwar wo immer möglich ohne Angst. Dies scheint gelungen. Heute freuen sich die Kinder, dass es endlich wieder aufwärts geht, obwohl sie in Briefen schreiben, dass sie einige Dinge vermissen, wie zum Beispiel das Fußballspielen.

Die SOS-Kinderdörfer in Somalia

Etabliert und erfahren.

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Sie sind seit 1985 als eine der wenigen Hilfsorganisationen ununterbrochen in Somalia aktiv. In der Hauptstadt Mogadischu gibt es ein SOS- Kinderdorf, das in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Angriffen wurde. Zwei Mal wurde es evakuiert und einige Gebäude nahmen Schaden. Mehrere SOS-Mitarbeiter kamen während des langjährigen Bürgerkriegs ums Leben und zwei Jugendliche starben bei einem Angriff. Dennoch gilt das SOS-Kinderdorf angesichts der instabilen Lage in Mogadischu und Somalia als sicher. Im Kinderdorf leben derzeit 76 Kinder. Die Hermann- Gmeiner-Schule unterrichtet seit 1988 jährlich bis zu 500 Kinder in 17 Klassen, die sich in Grund- und Sekundarstufe aufgliedern. Die Schülerinnen kommen aus dem Kinderdorf und der näheren Umgebung. Wegen der unsicheren Lage in Mogadischu blieb die Schule längere Zeit geschlossen. Am 8. September 2012 öffnete die Schule nach langer Unterbrechung endlich wieder ihre Tore: 550 Schülerinnen nehmen jetzt wieder am Unterricht teil. Während der Hungerkrise 2011 und Anfang 2012 hat SOS Tausende Menschen im Flüchtlingscamp Badbado nahe der Hauptstadt Mogadischu versorgt, u.a. ist dort eine SOS-Feldklinik entstanden, die täglich mehr als 250 Menschen versorgt hat. Zudem gab es dort u.a. zwei „Spieloasen“ (kinderfreundlich ausgestattete Bereiche), in denen täglich bis zu 600 Kinder psychologisch betreut wurden und Unterricht erhalten haben. Das SOS-Hermann-Gmeiner-Krankenhaus in Mogadischu versorgt weiterhin zahlreiche Patienten im letzten Jahr über 100.000. In erster Linie erhalten hier Kinder, Schwangere und Mütter mit Säuglingen medizinische Versorgung.

Ansprechpartnerin SOS-Kinderdörfer Afrika:

JEANNE MUKARUHOGO Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. Ridlerstraße 55, D-80339 Munich jeanne.mukaruhogo@sos-kd.org tel. office: +49/89/17914-263; fax: -100

Ansprechpartner zur Filmvorführung:

Gerhard Trappendreher Am See 2, 85540 Haar mail: hopesomalia@web.de Tel.: 0160/ 12 48 900

So können Sie helfen!

Spenden kommen in vollem Umfang der SOS Kinderdörfer in Somalia zugute.

Hier können Sie spenden!

SOS-Kinderdörfer weltweit

GLS Gemeinschaftsbank IBAN:   DE11 4306 0967 2222 2000 04, (BIC: GENO DE M1 GLS)

Verwendungszweck/Stichwort:   AC 39148140 / G. Trappendreher Film Somalia

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